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Gasmangellage

Maßnahmen zur Abwehr einer drohenden Gasmangellage

Mit Schreiben vom 26.07.2022 hat Bürgermeister Stefan Jenninger die regelmäßigen Nutzer öffentlicher Einrichtungen über folgendes informiert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundesrepublik Deutschland, wie auch die Gemeinde Schechingen, sind in hohem Maße von russischem Erdgas abhängig. In unserer Gemeinde werden die Heizungsanlagen von Rathaus, Kindergarten, Grundschule, Gemeindehalle und Kulturforum mit Gas betrieben. Durch den russischen Überfall auf die Ukraine ist die Erdgasversorgung Deutschlands stark gefährdet. Der russische Diktator setzt Gaslieferung als Waffe ein, um bei uns Versorgungslücken und eine Wirtschaftskrise herbeizuführen. Damit bedroht der russische Angriffskrieg auch uns.
Um eine Energiekrise im anstehenden Winter zu vermeiden, hat die Bundesregierung die Alarmstufe Notfallplans Gas ausgerufen. Durch den sparsameren Umgang mit dem vorhandenen Gas im Sommer soll eine Gasmangellage im Winter vermieden werden. Die EU strebt eine Reduzierung des Gasverbrauchs in allen Mitgliedstaaten um 15 Prozent an. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat im gestrigen Krisengipfel Gas einen 5-Punkte-Plan mit Maßnahmen zum Energiesparen beschlossen.
Auch die Gemeinde Schechingen wird sich den Anstrengungen von EU, Bund und Land anschließen und Anstrengungen zur Energieeinsparung unternehmen. Nur wenn wir alle zusammenstehen, können wir eine tiefgreifende Krise verhindern. Dafür werden wir folgende Maßnahmen umsetzen:
 
Das Ingenieurbüro Streit ist mit einer Bestandsaufnahme der Heizungsanlagen aller Gemeindegebäude beauftragt. Auf dieser Grundlage werden Optimierungen durchgeführt. Ein zeitnaher Ersatz der bestehenden Gasheizungen durch Anlagen mit regenerativen Energieträgern wird angestrebt. Auch hierzu wird das Büro Streit Vorschläge erarbeiten. Die Raumtemperaturen in den öffentlichen Gebäuden werden abgesenkt. Mit Beginn der Sommerferien werden die Heizungen abgestellt und damit die Erzeugung von Warmwasser – voraussichtlich bis Mitte September – weitgehend eingestellt. Wir treiben die LED-Umstellung bei der Straßenbeleuchtung voran und prüfen die Reduzierung der nächtlichen Beleuchtung bis hin zur Nachtabschaltung.
Bitte beachten Sie diese Maßnahmen und stellen Sie sich darauf ein – dies gilt insbesondere für die Nutzer der Gemeindehalle beim Thema duschen. Dadurch hoffen wir noch weitergehenden Maßnahmen, wie z. B. eine vollständige Schließung von Einrichtungen, vermeiden zu können.
Bei Fragen können Sie sich gerne an die Gemeindeverwaltung wenden.

Überdies hat die Gemeinde, in Abstimmung mit der Kirchengemeinde, die Strahler zum nächtlichen Anstrahlen von Rathaus und Kirche St. Sebastian abgeschaltet.
Durch die Maßnahmen leistet die Gemeinde einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Energieeinsparung, was gleichzeitig auch unseren Haushalt entlastet. Sicherlich arbeitet niemand gerne in einem kühlen Raum oder duscht kalt. Durch unser frühzeitiges Gegensteuern lassen sich noch größere Einschränkungen im Winter hoffentlich vermeiden. Im Vergleich zu den Menschen in der Ukraine müssen wir in Deutschland glücklicherweise nur mit geringen Einschränkungen leben. Lassen wir uns von Putin nicht spalten und verunsichern. Dann wird sein perfider Plan nicht aufgehen.
Was Sie ganz persönlich tun können, um Energie einsparen zu können, erfahren Sie auf www.ostalbkreis.de in der Rubrik Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Hier ist auch eine Broschüre „Kniffs & Tricks von A bis Z zum Energiesparen“ zum Download eingestellt (barrierefreie Broschüre Deeplink: https://www.ostalbkreis.de/sixcms/media.php/26/BF-Checkliste-Energiesparen-OAK.pdf).