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Abschluss Biotopverbundplanung Schechingen

Nach 18 Monaten Arbeit hat die Gemeinde Schechingen – als erste Gemeinde im Ostalbkreis nach der Modellgemeinde Abtsgmünd – die Biotopverbundplanung erfolgreich abgeschlossen. Am vergangenen Dienstag wurden die Ergebnisse von Bürgermeister Stefan Jenninger zusammen mit Frau Zwick vom Landschaftserhaltungsverband Ostalb (LEV) sowie Frau Neher und Herrn Walter vom beauftragten Planungsbüro zunächst in einem Pressegespräch und anschließend in einer Bürgerinformationsveranstaltung öffentlich vorgestellt.

Mit der Biotopverbundplanung soll gegen die Zerstörung der Lebensräume von Tier- und Pflanzenwelt vorgegangen werden. Probleme sind die Zerschneidung von Lebensräumen, die Errichtung von Wanderhindernisse für Tiere und Pflanzen und dadurch bedingt die Verinselung von Habitaten, mit der Folge der genetischen Verarmung von Populationen.
Ziele der Biotopverbundplanung ist daher die Erhaltung der Populationen durch genetischen Austausch, die Verbesserung der Wanderungsmöglichkeiten zwischen (jahreszeitlichen) Habitaten sowie die Ermöglichung von Wiederbesiedlung von Habitaten. In § 22 des Naturschutzgesetzes für Baden-Württemberg hat das Land als Ziel die Schaffung eines räumlich-funktionalen Biotopverbunds auf 15 Prozent des Offenlands bis 2030 ausgegeben.
Mit dem Biotopverbund hat Schechingen einen ersten, wichtigen Schritt auf dem Weg zur Erreichung dieses Ziels gemacht. Der Plan enthält eine Definition der Gebiete, in denen Maßnahmen zum Naturschutz besonders sinnvoll sind. Gleichzeitig definiert er bereits konkrete Maßnahmen, welche auf diesen Flächen umgesetzt werden können. Für die Gemeinde ist dies im Hinblick auf die weitere Entwicklung – Stichwort ökologischer Ausgleich bei der Erschließung von Baugebieten – sehr wichtig. Aber auch private Grundstückseigentümer profitieren in hohem Maße von der nun abgeschlossenen Planung. Durch den Biotopverbundplan entsteht auf der Gemarkung Schechingen, neben der bestehenden Fördermöglichkeit über das Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohleine (FAKT II), eine neue, zusätzliche Förderkulisse nach der Landschaftspflegerichtlinie (LPR). Diese beinhaltet deutlich höhere Fördersätze. Sollten Sie als private Grundstückseigentümer Interesse daran haben, auf Ihren Flächen geförderte Maßnahmen für den Umweltschutz durchzuführen, wenden Sie sich dazu gerne an Frau Zwick vom LEV (07361/503-1694 bzw. julia.zwick@ostalbkreis.de). Erste, beispielhafte Maßnahmen haben die Gemeinde mit den Blühstreifen, z. B. im Bereich der Sportplätze oder von Hohenstadt kommend, aber auch private Grundstücksbesitzer wie die Eheleute Ott von den Klotzhöfen, bereits im vergangenen Jahr umgesetzt. Auch kleine Maßnahmen ums eigene Haus, wie z. B. Blumenbeete statt Steingärten, leisten einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen das Artensterben. Daher gilt: Nachahmung ausdrücklich erwünscht, damit wir gemeinsam unsere lebenswerte Natur rund um Schechingen erhalten.

Frau Zwick, Bürgermeister Jenninger, Frau Neher und Herr Walter
Bürgerinformationsveranstaltung Biotopverbundplanung
Blühstreifen in der Gemeinde